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Name: Blur
Entwickler: Bizarre Creations
Publisher: Activision
Genre: Racing
USK: -
     
Als ich zum ersten Mal voriges Jahr Informationen, Bilder und Videos von Blur aus dem Hause Bizarre Creations zu sehen bekam, war ich etwas skeptisch. Das Konzept eines "Mario Kart für Erwachsene" hörte sich durchaus interessant an, allerdings wussten die gezeigten Trailer und Gameplayvideos nicht wirklich zu überzeugen. Dies hat sich schlagartig mit der aktuell spielbaren Multiplayer-Beta für Xbox 360 geändert. Hier trifft wieder einmal mehr das schöne Sprichwort "Don't judge a book by its cover" zu.
 
Auf zu Level 50
Blur ist ein Arcade-Racer der sich vom Renngefühl her am Besten mit Burnout mit einer Prise Wipeout vergleichen lässt. Einerseits geht es fast nonstop Vollgas durch diverse Kurse, während andererseits die futuristisch aussehenden Items für die zugehörige Portion Action sorgen.
 


Beim ersten Start der Multiplayerbeta gibt es lediglich ein Rennen mit 2-10 Spielern auszuwählen. Zu den weiteren Varianten gehören selbiges mit 4-20 Racern und andere Spielmodi, die sich mit dem Erreichen diverser Levelstufen freischalten lassen. Ja, in Blur kann man sich beziehungsweise sein Auto erfahrener machen. Die 50 Stufen steigt man durch Fans, die man auf den Rennstrecken für sich gewinnen kann. Entweder erreicht man dies durch coole Moves wie lange Sprünge, verrückte Drifts oder das Zerstören der Kontrahenten. Im Besten Modern Warfare Stil gibt es ausserdem noch kleine Challenges wie zum Beispiel dem 10-maligen Abschießen eines Gegners oder das mehrmalige Erreichen einer gewissen Platzierung.

Lizenzierte Autos und Items, um sie zu zerstören
Der Fuhrpark von Blur besteht aus einer großen Anzahl liezenzierter Karren, die sich in Leistungsklassen unterteilen lassen. So ziemlich jedes Auto wird sich etwas anders steuern, was aufgrund der Attribute wie Handling, Geschwindigkeit oder Grip bewerkstelligt wird. Außerdem wird angezeigt, ob das Vehikel eher für Anfänger oder Profis geeignet wird. Eine weitere Eigenschafft stellt der Lebensbalken dar. Man wird nämlich nicht gleich beim ersten Kontakt mit einer feindlichen Rakete das Zeitliche segnen, sondern braucht schon einige Hits, um geschrottet zu werden.
 
 

Die zuvor erwähnten Items können grob in Angriff und Verteidigung unterteilt werden, wovon der Großteil sich dem Zufügen von Schaden widmet. Da gibt es unter anderem eine Energiekugel die sich wie eine Wärmerakete verhält, der man aber durch gekonntes Manövrieren ausweichen kann, Minen oder die Energiewelle, im Spiel auch bekannt als Barge. Zur Verteidigung zählen ein Schild oder die Reperatur, mit der man seinen Flitzer wieder auf Vordermann bringen kann. Durch die verschiedenen Kategorien der Items und die Möglichkeit bis zu drei auf einmal zu tragen, entsteht neben purer Action auch taktisches Gameplay. Einige der Power-Ups können auch nach hinten abgeschossen werden, was bei einem erfolgreichen Treffer mehr Fans liefert. Eine clevere Addition ist die zweite Variante des Boosts. Während der Standardgebrauch das Auto einfach "nur" für eine kurze Zeit schneller macht, kann er beim Abfeuern nach hinten als hilfreiche Bremse benutzt werden, sogar in der Luft. Sollte also eine Wärmerakete auf einen in der Luft zukommen, wo man der Attacke quasi ausgeliefert ist, kommt dieser kleine Trick einem zu Gute.

Neben den Power-Ups gibt es auch passive Eigenschaften, die vor einem Rennen in der Garage ausgesucht werden. Diese Perks erlauben einem zum Beispiel den sofortigen Erhalt eines Items zu Beginn des Rennens oder jedes Mal, wenn man crasht, oder die Stärke des Rammens wird erhöht. Es sind vorgegebene Kombinationen vorhanden, man kann aber auch eigene Varianten erstellen und denen sogar einen Namen geben.
 


Strecken zum Wohlfühlen
Bei einem Arcade-Racer dürfen natürlich unterhaltsame Strecken nicht fehlen, und ich kann sagen, dass Blur unter den aktuell verfügbaren genug davon hat. Man rast durch Orte wie Barcelona oder Tokio und lernt diese recht schnell sehr gut kennen. Es sind Alternativwege wie auch Abkürzungen vorhanden. Auf einem Rundkurs krachte ich sogar einmal in einen herankommenden Zug, es ist also höchste Vorsicht geboten. Nach jedem Rennen wird von den teilnehmenden Fahrern die nächste Strecke gewählt, wovon immer zwei zum Vote zur Auswahl bereit stehen. Bei einem Unentschieden zählt entweder die zuletzt abgegebene Stimme oder es wird per Zufall ein Gewinner gezogen, dabei bin ich mir nicht ganz sicher.

Flüssig mit 20 Fahrzeugen
Die Technik von Blur ist im Großen und Ganzen betrachtet zwar kein Meilenstein, jedoch gefallen mir die Effekte der Items und das durchgehend flüssige Gameplay, sodass die noch nicht ganz fehlerfreien Texturen nicht so schwer ins Gewicht fallen. Ihr müsst aber wissen, dass sobald das Gameplay stimmt, die grafische Präsentation bei mir an zweite Stelle gerät. Natürlich wäre es auch noch toll atemberaubende Grafik zu haben, aber man sollte sich auch mal mit etwas weniger zufrieden geben.
 
 

Ersteindruck
Blur von Bizarre Creations macht Spaß und man kann schon einige Stunden übersehen, da der Aspekt des Levelns eine gewisse Sucht mit sich bringt. Ihr solltet das Game auf jeden Fall im Auge behalten.